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<div class="moz-text-flowed" style="font-family: -moz-fixed;
font-size: 14px;" lang="x-unicode">Liebe Mitglieder des
Tagungsnetzwerks,
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das Tagungsnetzwerk "Diskurs – interdisziplinär" lädt Sie herzlich
zur 11. Jahrestagung unter dem Titel "Diskursanalyse jenseits von
Big Data" ein. Die Tagung findet am 10. und 11. November 2022 am
IDS Mannheim statt. Die Teilnahme ist in Präsenz oder per
Online-Stream möglich. Das Programm hängt dieser Mail an. Zur
Teilnahme bitten wir um Anmeldung unter: <a
class="moz-txt-link-freetext"
href="https://perso.ids-mannheim.de/anmeldung/651">https://perso.ids-mannheim.de/anmeldung/651</a>.
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Herzliche Grüße vom Organisationsteam
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Hanna Acke, Silvia Bonacchi, Simon Meier-Vieracker, Ingo H. Warnke
und Mark Dang-Anh
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Aus dem Call der Tagung:
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Wird Diskurs als Gesellschaftsgespräch (Wichter 1999) verstanden,
so verwundert es nicht, wenn die soziale Dimension diskursiver
Formationen besonders gut in kompilatorischen Großdaten erfassbar
scheint. Dies entspricht einer Entindividualisierung,
Dekontextualisierung und Situationsentbindung von Sprache, wie sie
besonders gut und technisch elaboriert mit umfangreichen Korpora
geleistet wird. Es ist kein Zufall, dass sich das linguistische
Interesse am Diskurs schon früh mit dem Interesse an Korpora
verbunden hat (Busse & Teubert 1994), da so Regelmäßigkeiten
über Texte hinweg sichtbar gemacht werden können (Bubenhofer &
Scharloth 2013: 148). Sprache primär anhand ihrer Serialität und
Regularität zu verstehen, zieht sich als strukturalistische Spur
bis in die Gegenwart technischer Möglichkeiten. Folglich gehört
die Arbeit mit Korpora verschiedener Größe heute zum State of the
Art vieler diskursanalytischer Untersuchungen. Es ist in den
letzten Jahren jedoch nicht unbemerkt geblieben, dass
individuelle, interpersonale, situative, ortsgebundene und
einzeltextbezogene Diskursdimensionen dabei oft nur randständig
wahrgenommen werden (vgl. jedoch Fix 2015). Diskurs –
interdisziplinär 11 greift diese Diskussionen auf und fragt
entsprechend nach Diskursanalyse jenseits von Big Data, jenseits
von (großen) Korpora, Repositorien etc., mit Blick auf Daten,
Methoden und Theorien. Im Zentrum stehen Entwürfe praxeologischer,
ethnographischer oder ethnomethodologischer Diskursanalysen, nicht
zuletzt mit Blick auf die Bedeutung von verstreuten, multiformalen
und situierten Daten und die Relevanz von Kollaboration im
Forschungsprozess. Dabei soll auch die Schnittstelle
ethnographischer und korpusbezogener Diskursanalyse im Rahmen
triangulierter Methoden diskutiert werden.
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<div class="moz-txt-sig"><span class="moz-txt-tag">-- <br>
</span>Dr. Mark Dang-Anh
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Leibniz-Institut für Deutsche Sprache
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Abteilung Lexik
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Arbeitsbereich Wörter, Medien und Gesellschaft
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R5, 6-13
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D-68161 Mannheim
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+49 621/1581-425
<br>
<a class="moz-txt-link-abbreviated moz-txt-link-freetext"
href="mailto:dang@ids-mannheim.de">dang@ids-mannheim.de</a>
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